Einblicke bis in die Küche

ABSCHLUSSBÄLLE Zehnte Klassen feiern festlich und

Darauf ein Gläschen: Einen guten Grund zum Anstoßen hatten auch die Abschluss-Schüler der Realschule Alexanderstraße, die bei Wöbken feierten. BILD: ROLAND FURTWÄNGLER

NWZ 25.11.2016
Einblicke bis in die Küche


IGS-Schüler informieren sich im Hundsmühler Krug
Welche Berufschancen bieten Hotel- und Gastronomiebetriebe? Bei Wöbken bekamen die Schüler Antworten.

„Wenn der Traum da ist, sollte man ihn sich auch erfüllen“, rät Harald Wöbken den Schülern der Integrierten Gesamtschule Am Everkamp in Wardenburg. Sie wollen sich über seinen Betrieb informieren. Der Gastronom führt den „Hundsmühler Krug“, der über Oldenburgs Grenzen hinaus unter dem Familiennamen „Wöbken“ bekannt ist.

Die Zehntklässler werden sich bald für eine berufliche Laufbahn entscheiden müssen, wenn sie nicht weiter zur Schule gehen wollen. Der Besuch bei Wöbken, gemeinsam organisiert vom Verein Zwaig, der sich um die Berufsorientierung von Schülern kümmert, und der Berufseinstiegsbegleiterin Anette Löhr, soll den Jugendlichen einen der „schönsten Berufe“ näherbringen, die Harald Wöbken kennt. Denn die Arbeit sei „abwechslungsreich und fast kein Tag wie der andere“.

Seit 160 Jahren ist „Wöbken“ ein Familienbetrieb, mittlerweile in der 6. Generation. Seit sieben Jahren führt Harald Wöbken das Unternehmen. Er hat das Geschäft von der Pike auf gelernt. Nach dem Abitur wurde er Hotelfachmann, lernte verschiedene Betriebe kennen, studierte Hotelbetriebswirtschaft und machte eine Kochlehre hinterher. Die Begeisterung für den Beruf hat sich erhalten, es fällt ihm leicht, sie den jungen Besuchern zu vermitteln.

Köche und Hotelfachkräfte bildet Wöbken aus. Offen spricht er aus, dass in den Lehrjahren keine Reichtümer zu verdienen und die Anforderungen nicht von Pappe sind, dass man sich auf Teildienste oder Wochenendarbeit einstellen muss. Dafür habe man einen wunderbaren Beruf. Das, was in den Doku-Soaps im Fernsehen zu sehen sei, vermittle ein falsches Bild. „Das ist Unterhaltung, keine Realität.“

Nach einer Führung durch den Betrieb könnte sich Rebecca Meiners vorstellen, ein Kurzpraktikum als Servicekraft zu absolvieren. Auch Laura Nimsgarn, familiär vorbelastet, und Celina Heffler fanden den Überblick interessant und glauben, dass ein Praktikum die positiven Eindrücke abrunden könnte.

Harald Wöbken macht ihnen Mut: „Im nächsten Jahr sind noch Stellen zu besetzen“, gibt er den Jungen und Mädchen mit auf den Weg.